Vorletztes Rennen vor den Toren Magdeburgs – Oschersleben

Hochmotiviert und bester Laune reiste der Meisterschaftsführende Elia Erhart in die Magdeburger Börde, um die zwei letzten Läufe vor dem Saisonfinale in Hockenheim zu bestreiten. Neben ihm ging auch der 22-jährige Felipe Fernandez-Laser nochmals im Seat Leon Supercopa für das Team Aust Motorsport an den Start.

Das Qualifying wurde bis zwei Minuten vor Schluss von Erhart dominiert, der sich aber dann doch mit einem zweiten Startplatz für das erste Rennen in Oschersleben am Samstagnachmittag zufrieden geben musste. Bei schönstem Wetter fiel nur wenige Stunden nach dem Qualifying der Startschuss für das erste Rennen des Wochenendes. Felipe, der von der neunten Position aus ins Rennen ging, konnte seinen Platz in der Startphase verteidigen und wurde erst nach der Hälfte des Rennens von einem Kontrahenten attackiert und nach einem längeren Zweikampf überholt. Für Elia Erhart verlief das Rennen besser: Mit einem perfekten Start überholte er den Sieger des Qualifyings und übernahm damit souverän die Führung des Starterfelds. Diese wurde ihm über das gesamte Rennen auch nicht mehr streitig gemacht; mit konstant sehr guten Rundenzeiten baute er die Führung auf seinen Verfolger immer weiter aus und überquerte nach 18 gefahrenen Runden mit einem Vorsprung von 3,7 Sekunden die Ziellinie. Die Weichen waren somit in Richtung vorzeitigem Meistertitel gestellt. Felipe verlor über die Renndistanz leider einen weiteren Platz und fuhr als Elfter ins Ziel.

Nach einem enttäuschenden ersten Rennen am Samstag, ging Felipe am Sonntagmorgen vom elften Startplatz aus in das zweite Rennen des Seat Leon Supercopas. Auch Elia Erhart hatte sich für das zweiten Rennen einiges vorgenommen, schließlich hatte er die Möglichkeit als Seat Leon Supercopa Meister 2011 aus dem Auto zu steigen. Wie gewohnt starteten die ersten Sechs des ersten Rennens in umgekehrter Reihenfolge im zweiten Rennen. Der Startschuss fiel und Elia Erhart konnte seinen sechsten Startplatz in der ersten Kurve gut gegen seine Kontrahenten verteidigen. Felipe gelang ein Traumstart und fuhr schon nach der ersten Runde auf dem achten Platz. Auch Elia konnte innerhalb der ersten Runde zwei Plätze gut machen und fuhr auf einem sicheren vierten Platz. Mit tollen Rundenzeiten kamen beide Fahrer des Teams Aust Motorsport ihren vorfahrenden Kontrahenten immer näher. Felipe attackierte den auf Platz sieben fahrenden Konkurrenten und überholte diesen mit einem tollen Manöver in der sechsten von 18 Runden. Nach der Freude über das tolle Überholmanöver von Felipe kam es zu einer Schrecksekunde für das Team um Frank Aust: Der Verfolger von dem Meisterschaftsführenden Elia machte einen folgenschweren Fahrfehler und rutschte dem Franken ins Heck sodass dieser sich anfing zu drehen und nur knapp einen Einschlag verhindern konnte. Durch diesen Zwischenfall verlor Elia zwei Plätze und hatte von da an schwer mit seinem beschädigten Auto zu kämpfen.  Glücklicherweise konnte Erhart das Rennen bis zum Schluss weiterfahren und somit wertvolle Punkte für den fünften Platz sammeln. Felipe konnte mit seinem Rennen auch mehr als zufrieden sein: Als Elfter gestartet und als Siebter die Ziellinie überquert ist eine tolle Motivation für die letzten beiden Läufe in Hockenheim Mitte Oktober. Nachträglich wurde der Sieger des zweiten Rennens aus der Wertung genommen, da bei der obligatorischen technischen Nachuntersuchung am Fahrzeug eine Reglementwidrigkeit festgestellt wurde. Demnach rutschte Elia vor auf den vierten Platz und Felipe konnte sich über einen sehr guten sechsten Platz freuen.

Das Team Aust Motorsport ist sehr zufrieden mit seinen Fahrern und freut sich auf ein spannendes Saisonfinale in Hockenheim, das sie mit einem Sieg der Meisterschaft krönen wollen.


Durchwachsenes Wochenende für das Porsche Team Aust Motorsport

Beim achten Lauf des Porsche Carrera Cup in Oschersleben musste das Team Aust Motorsport auf seinen Stammfahrer Norbert Siedler verzichten. Da der Österreicher aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Magdeburger Börde reisen konnte, wurde der cuperfahrene Philipp Wlazik als Ersatzfahrer herangezogen. Der 24-jährige Gladbecker startete schon in den Saisons von 2006 bis 2010 im schnellsten Markenpokal Deutschlands. 2011 fährt er einen Porsche 911 GT3 R in der VLN Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring. Für das Team Aust Motorsport und ihren starken Partner Ruville war Philipp demnach der geeignete Mann, um den Porsche im vorletzten Lauf der Saison zu pilotieren.

In dem stark besetzten Porsche Carrera Cup Deutschland war es für Philipp im Qualifying zunächst eine Herausforderung sich vom GT3 R auf die Cup-Version umzustellen. Nach einem sehr engen Zeittraining hieß es schlussendlich Startplatz 13 für das Rennen am Sonntagmorgen.

Zuversichtlich und mit einem neuen Setup ging es Sonntag in die Startaufstellung des 8. Laufs des Porsche Carrera Cup Deutschland. Das Team um Frank Aust wartete wie gewohnt in der Startaufstellung auf ihren Ruville Porsche, doch schon von weitem mussten sie feststellen, dass mit dem Porsche 911 GT3 Cup Wagen etwas nicht in Ordnung war: Auf dem Weg in die Startaufstellung war der Wasserschlauch, der für die Kühlung des Motors zuständig ist, gerissen. Das Team reagierte schnell und schob das qualmende Fahrzeug aus der Startaufstellung in die Box zurück, um das Problem noch vor Rennstart zu lösen. Auch die Verantwortlichen von Porsche begutachteten die Schwachstelle des Materials und halfen dem Team bei der Reparatur. Das Starterfeld ging in die Einführungsrunde während das Team Aust Motorsport am Porsche noch letzte Reparaturarbeiten leistete. Leider war es nicht möglich gleich nach dem Rennstart aus der Boxengasse zu starten, aber mit einer Runde Rückstand gelang es dem Team um Frank Aust den Ruville Porsche doch noch auf die Strecke zu schicken. Dieser Zwischenfall zeigte einmal mehr wie gut das Team Aust Motorsport zusammenarbeitet und schnell unvorhergesehene Probleme lösen kann. Nach acht gefahrenen Runden entschied sich Teamchef Frank Aust dennoch dazu das Rennen vorzeitig zu beenden, um gegebenenfalls Folgeschäden für das Saisonfinale in Hockenheim zu verhindern. Obwohl das Wochenende für das Porsche Team Aust Motorsport alles andere als gut verlief, schaut der Teamchef zuversichtlich in Richtung Saisonfinale. Mit neuen Erkenntnissen und reichlich gewonnener Erfahrung wird Stammfahrer Norbert Siedler Mitte Oktober wieder den Ruville Porsche pilotieren und vielleicht noch einmal an seinen Erfolg vom Nürburgring anknüpfen.

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