Von der „Grünen Hölle“ ins „fränkische Monaco“

Das bedeutete den dritten Startplatz für den Führenden der Meisterschaft. Michal Slomian sicherte sich nur 0,203 Sekunden hinter dem Pole-Setter den sechsten Startplatz und ging somit am Samstagnachmittag aus der dritten Startreihe in Rennen.
Das Rennen startete bei schönstem Wetter und vollen Tribünen nur zweieinhalb Stunden nach dem Qualifying. Die Fahrer von Aust Motorsport erwischten beide einen perfekten Start und fanden sich schnell in harten Fights um vordere Plätze wieder. Elia Erhart kämpfte einige Runden mit dem auf Platz zwei liegenden Fahrer, ließ diesen aber nach einer Berührung in Runde sieben ziehen. Den Rest des Rennens fuhr er auf Sicherheit und holte sich damit seinen ersten Podestplatz am Norisring.
Michal Slomian verbesserte sich in den ersten Runden des Rennens auf den vierten Platz und konnte diesen auch problemlos bis zur Zieldurchfahrt verteidigen.

Aufgrund des Reglements gingen Elia Erhart und Michal Slomian somit von den Startplätzen vier und drei ins zweite Rennen am Sonntagnachmittag. Nachdem das DTM Rennen aufgrund des starken Regens vorzeitig abgebrochen worden war, mussten die Seat Leon Supercopa Teams sich mit der Tatsache beschäftigen, dass die noch sehr nasse Strecke schnell abtrocknen könnte. Kurz vor dem Start entschieden sich die meisten Teams dazu das Rennen auf Regenreifen zu starten. Das Team um Frank Aust setzte auf eine schnell abtrocknende Strecke und wechselte auf die profillosen Slicks.
Michal Slomian, der von der dritten Startposition aus ins Rennen ging, hatte gleich am Start Probleme mit den Slicks und verlor sechs Plätze. Auch der Start von Elia Erhart verlief nicht wie geplant: Aufgrund der durchdrehenden Reifen verlor der 23-Jährige drei Plätze und fand sich auf dem siebten Platz wieder. Nachdem Slomian in der zweiten Runde von einem Kontrahenten im hinteren Feld gedreht wurde, kamen die ersten Zweifel auf, ob die Reifenwahl die Richtige gewesen sei. Doch schon wenige Runden später war klar wer, im Reifenpoker richtig gesetzt hatte: Michal drehte auf und startete von ganz hinten eine furiose Aufholjagd. Eine Abschnittsbestzeit jagte die andere und so holte der junge Pole mit großen Schritten auf. In der 14. Runde war er schon wieder auf Platz elf. Auch Elia Erhart profitierte von der abtrockenden Strecke und fuhr in der 17. Runde auf den zweiten Platz vor. Jetzt hatte er noch zwölf Runden Zeit den Vorsprung des Führenden von zehn Sekunden aufzuholen. Michal Slomian fuhr trotz des Drehers in der Anfangsphase schon wieder auf einem sehr guten zehnten Platz und hatte somit wieder den Anschluss zum Mittelfeld gefunden.
Dann überschlugen sich die Ereignisse. Runde 23 von 29: Slomian setzt seine Aufholjagd fort und kämpft auf Platz sechs liegend um den fünften Platz. Die Nerven des Teams Aust Motorsport sind zum Zerreißen gespannt. Elia Erhart ist vier Runden vor Schluss nur noch wenige Sekunden hinter dem Führenden und findet sich schnell in einem harten Zweikampf um die Spitze wieder. Auch Michal Slomian schafft es bis auf den vierten Platz, wird allerdings wieder von dem gleichen Kontrahenten aus der Anfangsphase touchiert und fällt auf den fünften Platz zurück. Die letzte Runde ist angebrochen und Elia Erhart hat nur noch 2,3km lang Zeit sein Heimrennen zu gewinnen. Das Team um Frank Aust bricht in Jubel aus: Elia hat es geschafft den bis dahin Führenden zu überholen und gewinnt das wohl spektakulärste Rennen der Saison. Michal Slomian überfährt als Fünfter die Ziellinie und hat wieder einmal gezeigt, dass er sich nicht durch unfaire Zweikämpfe beirren lässt und zu den Spitzenfahrern des Seat Leon Supercopas zählt.

Elia Erhart kann die Sommerpause als Führender der Meisterschaft genießen und auch Michal Slomian, an der dritten Position liegend, wird in der Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden.
Bis zum 07. August 2011 müssen sich die Fans nun gedulden, denn erst dann heißt es am Nürburgring wieder Mitfiebern und Daumendrücken für das Seat Leon Supercopa Team von Aust Motorsport.

Spektakuläres Regenrennen: 6. Lauf des Porsche Carrera Cups Deutschland auf dem Stadtkurs in Nürnberg

Nur eine Woche nach dem größten Porsche Rennen aller Zeiten, dem Porsche World Cup am Nürburgring, trafen sich die Fahrer des Porsche Carrera Cups Deutschland am Samstagnachmittag zum Qualifying am Norisring in Nürnberg. Norbert Siedler konnte den Ruville Porsche auf Platz sechs liegend für die zweite Qualifying Session qualifizieren und folglich weitere zehn Minuten um die Top Ten Startplätze mitkämpfen. Die zweite Session wurde aufgrund vieler Führungswechsel zu einem mitreißenden Duell um die Pole Position. Am Ende musste sich Norbert nur 0,866 Sekunden hinter dem Pole Setter mit dem neunten Startplatz zufrieden geben. Aufgrund der komplexen Streckenverhältnisse und der vielen Bodenwellen, konnte man im Rahmen des Qualifyings keine weiteren Fahrwerkseinstellungen vornehmen, wodurch es ihm nicht möglich war den Rennboliden auf einem der vorderen Startplätze zu positionieren. Nach dem Qualifying konnte man das Auto perfekt für das Rennen am nächsten Tag vorbereiten und das Team Aust Motorsport war zuversichtlich im Rennen noch einige Plätze nach vorne zu kommen.

Gleich nach dem vorzeitig abgebrochenen DTM Rennen gingen die 18 Fahrer des Porsche Carrera Cups bei leichtem Regen an den Start. Unter schwierigsten Streckenbedingungen verlor Norbert gleich am Start einen Platz, den er allerdings schon in der zweiten Runde zurückgewinnen konnte. Diese Position hielt der Österreicher für die nachfolgenden 28 Runden. Fünf Runden vor Schluss kam es zu einem spannenden Dreikampf um die Plätze sieben und acht. Mit einem spektakulären Manöver nutzte Norbert Siedler seine Chance zwei Runden vor Schluss und fuhr auf den siebten Platz vor. Nach harten Zwei- bzw. Dreikämpfen und auch einigen Feindkontakten konnte der 28-Jährige seinen siebten Platz sicher ins Ziel fahren und wieder Punkte in der Meisterschaftswertung sammeln.

Auch der Porsche Carrera Cup Deutschland geht nun in die Sommerpause. Erst am 07. August 2011 wird auf dem Grand Prix Kurs des Nürburgrings der Startschuss für den siebten Lauf der Saison fallen. Die Zielsetzung des Porsche Teams Aust Motorsport und ihres Partners Ruville ist klar: Weiterhin Punkte sammeln und den Anschluss an die Führenden in der Meisterschaft weiter halten.

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