Unfallpech beim 4. Porsche Carrera Cup-Lauf am Eurospeedway Lausitz

Nach elf Minuten konnte er seine erste gezeitete Runde fahren, die allerdings zeigte, dass das Problem noch immer bestand und ihn dazu zwang, nochmals in die Box zu kommen. Die Mechaniker des Teams Aust Motorsport bewahrten einen kühlen Kopf und schafften es, Norbert 2:30 Minuten vor Schluss für eine letzte gezeitete Runde auf die Strecke zu schicken. Jetzt lastete der Druck auf Norbert, der nur noch diese eine Chance hatte, einen guten Startplatz rauszufahren. Schlussendlich reichte seine Zeit für den 13. Startplatz; zufriedenstellend, wenn man die Umstände und den Druck, der auf den Mechanikern und dem Fahrer lastete, berücksichtigt. Gleichzeitig hatte diese Platzierung aber auch einen faden Beigeschmack, zeigte es doch, dass Norbert sich mit einer weiteren Runde sicherlich für die Top Ten Session qualifiziert hätte.

Trotz des turbulenten Qualifyings waren das Team und ihr Fahrer zuversichtlich, im Rennen noch einige Plätze gut machen zu können um weitere Punkte für die Meisterschaft zu sammeln.

Nachdem der technische Defekt am Samstag schnell behoben wurde, hieß es am Sonntagmorgen Konzentration für einen schwierigen Start aus dem Mittelfeld. Schon nach der ersten Runde fand sich der Porsche-Routinier auf dem achten Platz wieder. Die Jagd ging weiter und so fuhr Norbert in der dritten Runde schon auf dem sechsten Platz und kämpfte inmitten einer vierer Gruppe um Platz fünf. Das Team Aust Motorsport und auch ihr starker Partner Ruville vergaßen bei diesen tollen Zweikämpfen schnell die Turbulenzen aus dem Qualifying und erfreuten sich an Sektorbestzeiten ihres Fahrers.

In der zwölften Runde erreichte die Spannung ihren Höchstpunkt: Siedlers Verfolger, der über mehrere Runden einige erfolglose Versuche unternommen hatte zu überholen, verlor die Geduld und packte die Brechstange aus. In der Kurve nach der Start-Ziel-Geraden setzte er sich innen neben Norbert und touchierte den Aust-Piloten, der sich drehte und mit dem Heck zur Fahrbahn stehenblieb. Ein anderer Pilot konnte nicht mehr ausweichen und streifte Norberts Heck, sodass der Österreicher sein bis dahin perfektes Rennen vorzeitig beenden musste. Auch die für den Unfallverursacher verhängte Durchfahrtstrafe konnte die Enttäuschung des Teams um Frank Aust nicht mindern.
So blickt das Team nun lieber auf das kommende Wochenende am Nürburgring, wo neben dem Seat Leon Supercopa erstmals ein Porsche Worldcup Rennen auf der legendären Nordschleife ausgetragen wird. Bei diesem Rennen wird Jan-Erik Slooten mit dem Aust Porsche an den Start gehen, da Norbert Siedler für sein Porsche Mobil 1 Supercup Team in diesem Rennen an den Start gehen wird.

Ruville und Aust Motorsport freuen sich auf das größte Porsche Rennen der Welt und sind guter Dinge, dass der Nordschleifenliebhaber Jan-Erik Slooten ihren Vorstellungen gerecht wird.

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