Saisonfinale Hockenheim vom 21. bis 23. Oktober 2011

Das Qualifying lief für die drei Fahrer nicht ganz ideal: Aufgrund eines defekten Benzinschlauchs konnte Elia das Freie Training am Freitag nicht richtig nutzen und verlor somit wertvolle Zeit im Qualifying. Schlussendlich hieß es für Elia Erhart Startplatz sechs und für Felipe Startplatz zehn, da man für die Hinterachse noch nicht das optimale Setupfenster gefunden hatte. Gaststarter Jörn Heuberg konnte im Qualifying für das erste Rennen am Nachmittag einen guten zwölften Startplatz rausfahren und hatte somit eine gute Ausgangslage, um einige Punkte in der Gaststarterwertung einzufahren.

Das erste Rennen am Wochenende startete am Samstagnachmittag bei untergehender Sonne und niedrigen Temperaturen. Felipe und Elia konnten ihre Plätze in der Startphase erfolgreich gegen die Angriffe der Konkurrenten verteidigen; Jörn konnte sogar einen Platz gewinnen und fuhr nach der ersten Runde auf dem elften Platz. Direkt hinter Felipe, konnte Heuberg sogar in der zweiten Runde seinen Teamkollegen überholen und die Zeiten der vor ihm fahrenden Konkurrenten gut mithalten. Das Rennen verlief bis drei Runden vor Schluss eher unspektakulär, aber dann kam es zu einem interessanten Vierkampf um die Plätze neun bis zwölf. Nachdem Felipe seinen zehnten Platz gegen Jörn gewonnen hatte, war er nun direkt hinter seinem auf Platz neun fahrenden Konkurrenten. Am Ergebnis änderte sich allerdings trotz einiger scharfer Angriffe und Überholversuche nichts mehr: Elia konnte seinen sechsten Platz sicher ins Ziel fahren und somit schon im vorletzten Seat Leon Supercopa Rennen seinen Meistertitel feiern. Ihm folgten auf den Plätzen zehn und zwölf Felipe Fernandez-Laser und Jörn Heuberg.

Nachdem der vorzeitige Meistertitel mit dem Team und den Gästen am Samstagabend ein wenig gefeiert wurde, konzentrierten sich die drei Fahrer auf das letzte Seat Leon Supercopa Rennen der Saison. Aufgrund des Reglements wurden die Plätze eins bis sechs wie gewohnt für die Startaufstellung im zweiten Rennen gedreht und somit konnte der neue Seat Leon Supercopa Champion von der Pole Position aus ins letzte Rennen gehen. Zunächst konnte Elia seinen ersten Platz verteidigen, aber die Temperaturen um den Gefrierpunkt machten es den Fahrern am Sonntagmorgen nicht leicht: Schon in der zweiten Runde verlor der aktuelle Champion die Führung, da ein Kontrahent aufgrund des kalten Asphalts einen Unfall baute und somit eine Gelbphase auslöste. In dieser Phase hatte das Verfolgerfeld die Möglichkeit auf den führenden Elia, der korrekterweise unter Gelb das Tempo drosselte, wieder aufzuschließen und ihn zu überholen. Letztendlich fiel er durch den Unfall und die damit ausgelöste Gelbphase bis auf den sechsten Platz zurück. Für Felipe lief das Rennen hingegen perfekt: Mit einem hervorragenden Start fuhr er nach zwei Runden schon auf dem dritten Platz. Jörn Heuberg hatte hingegen ebenfalls mit den kalten Temperaturen zu kämpfen und fuhr auf dem elften Platz. Im vorderen Feld ging es jedoch heiß her: Nachdem sich Elia in der fünften Runde bis auf den vierten Platz wieder vorarbeiten konnte, fiel er nach einem „Feindkontakt“ zurück auf den sechsten Platz.

Halbzeit im letzten Seat Leon Supercopa Rennen: Elia konnte sich wieder auf den fünften Platz verbessern, Felipe fuhr weiterhin auf einem sehr guten dritten Platz und Jörn verteidigte nach einigen harten Zweikämpfen seinen elften Platz. Kurz vor Schluss spitzte es sich nochmals zu; Felipe musste seinen dritten Platz an einen Konkurrenten abgeben und auch Elia war nun schon an ihm dran. Nach einem kurzen, aber fairen Zweikampf konnte sich Felipe auch nicht mehr gegen die Angriffe seines Teamkollegen wehren und fiel zurück auf den fünften Platz. In der letzten Runde ging es noch einmal spannend zu: Felipe, der die Zeiten der Spitze gut mithalten konnte, fand sich mitten in einem Vierkampf um die Plätze drei bis sechs wieder. Verlierer dieses Vierkampf war Elia Erhart: Nachdem der Franke Elia Erhart seinen Meistertitel gerne auf dem Podest gefeiert hätte, riskierte er in der letzten Runde etwas zu viel und verlor kurz vor dem Überqueren der Ziellinie zwei Plätze.

Schlussendlich überquerte Felipe die Ziellinie an hervorragender Vierter, Elia wurde wie im ersten Rennen Sechster und Jörn viel nach einer Durchfahrtsstrafe auf den zwölften Platz zurück.

Am Sonntagabend wurde der Champion des Seat Leon Supercopas im Rahmen der Seat Abschlussfeier nochmals zelebriert und 2012 wird der Name Elia Erhart sicherlich wieder im Rahmenprogramm der DTM auftauchen: Mit dem Sieg des Markenpokals gewann er zusätzlich eine Förderung über 125.000,- €, die ihm beim Start in seine erste Porsche Carrera Cup Saison 2012 helfen wird.

 

9. Lauf des Porsche Carrera Cups Deutschland

Neben dem Stammfahrer Norbert Siedler ging am vergangenen Wochenende der Tscheche Tomas Pivoda im Porsche Carrera Cup Deutschland für das Team Aust Motorsport an den Start. Nachdem das Porsche Team einen weiteren Test auf dem Hockenheimring Anfang Oktober absolviert hatte, war man guter Dinge noch einige Punkte im letzten Rennen der Saison zu sammeln.

Das Qualifying am Samstag fand bei strahlendem Sonnenschein, aber Temperaturen um den Gefrierpunkt statt; diese Tatsache machte es den Fahrern besonders schwer, da die Reifen nicht so richtig auf Temperaturen kommen wollten. Norberts Reifensatz für das Qualifying verhielt sich ebenfalls nicht wie gewohnt und kam nicht richtig ans arbeiten. Aus diesem Grund konnte Norbert sein Potential und das des  Autos nicht wie in den letzten Rennen umsetzen. Schlussendlich hieß es dann für die Fahrer des Porsche Teams Aust Motorsport Startplatz 20 für Norbert Siedler und Startplatz 24 für Tomas Pivoda.

Im Rennen am Sonntagmorgen konnte Norbert gleich in den ersten Runden fünf Plätze gutmachen. Auch Tomas konnte einige Plätze gewinnen und fuhr bis auf den 17. Platz vor. Leider ging die Pechsträhne für das Team und Norbert Siedler auch im Rennen weiter. Nach einigen Runden musste der Österreicher den Ruville Porsche in der Boxengasse abstellen, da der Motor verdächtige Geräusche von sich gab und Norbert eventuelle Folgeschäden am Motor vermeiden wollte. Tomas konnte sein Debütrennen im Porsche Carrera Cup Deutschland als 17 beenden und konnte mit dieser Leistung auch sehr zufrieden sein, da er sich von Freitag bis Sonntag stetig verbesserte.

Auch wenn der Saisonabschluss für das Porsche Team Aust Motorsport nicht den Vorstellungen entsprechend war, freut sich das Team auf die neue Saison 2012, in der Teamchef Frank Aust mehrere Porsches einsetzen möchte.

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