Aust Motorsport bleibt unbeeindruckt vom launischen Eifel Wetter
Bei ungewohnt schönem Wetter ging es am Samstagmorgen für die 16 Fahrer des Seat Leon Supercopas darum, den 3,629 Kilometer langen Grand Prix Kurs des Nürburgrings schnellstmöglich zu umfahren. In den 30 Minuten Qualifying konnte Elia Erhart den vierten Platz, Michal Slomian den sechsten und Jörn Heuberg den 14. Platz herausfahren. Diese Reihenfolge änderte sich allerdings nach einer Entscheidung der Rennleitung. Die Herren sahen es als erwiesen an, dass Elia Erhart eine Gelbphase missachtet hatte. Schlussendlich wurde Erhart auf Platz neun zurückversetzt und Slomian rutschte auf den fünften Startplatz vor.
Leider zeigte sich das Wetter am Nachmittag nicht mehr von seiner schönen Seite: Bis 20 Minuten vor Rennstart regnete es in Strömen, was die Teams dazu zwang die Regenreifen aufzuziehen. Der Start in die Einführungsrunde versetzte das Team um Frank Aust in Schrecken: Der junge Pole Michal Slomian konnte aufgrund eines Getriebefehlers den ersten Gang nicht einlegen und blieb auf seinem Startplatz stehen, sodass das gesamte Fahrerfeld an ihm vorbeizog. Glücklicherweise konnte er zwar doch noch losfahren, musste aber laut Reglement vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen, da das gesamte Starterfeld bereits an ihm vorbeigefahren war. Das Team Aust Motorsport war trotzdem zuversichtlich, da Slomian bekannt für seine spektakulären Aufholjagden ist.
Wie vorhergesehen machte Slomian schon am Start zwei Plätze gut. Auch Elia erwischte einen guten Start und fuhr direkt nach dem Start schon auf dem siebten Platz. Heuberg konnte ebenfalls einen Platz gewinnen und fand sich nach dem Start auf dem 13. Platz wieder. Slomian setzte seine Aufholjagd fort und kämpfte sich mit einem spektakulären Husarenritt durch das Mittelfeld. 13 Runden vor Schluss fuhr er bereits auf dem siebten Platz. Auch Elia Erhart gewann einen harten Zweikampf und fuhr vor Slomian auf dem sechsten Platz. Nachdem Erhart auch den auf Platz fünf liegenden Kontrahenten überholen konnte, schloss er mit einer Sektorbestzeit nach der anderen schnell auf den Viertplatzierten auf. Sieben Runden vor Schluss konnte er auch diesen Konkurrenten mit einem perfekten Überholmanöver kassieren und den Drittplatzierten unter Druck setzen. Erhart fuhr sehr clever und begnügte sich letztendlich mit dem vierten Platz um nicht seine kostbaren Punkte zu riskieren. Slomian überquerte als Siebter die Ziellinie und konnte trotz seines Startpechs einige Punkte für die Meisterschaft dazugewinnen. Jörn Heuberg beendete sein erstes Seat Leon Supercopa Rennen als Zwölfter und freute sich schon auf den zweiten Lauf am Sonntagmorgen.
Das zweite Rennen des Seat Leon Supercopas startete am frühen Sonntagmorgen bei schönstem Wetter. Elia startete das zweite Rennen vom dritten Startplatz aus, Michal Slomian ging vom siebten Platz aus ins Rennen und Jörn Heuberg vom zwölften Startplatz. Slomian und Heuberg verloren beim Start jeweils eine Position, die sie aber im Laufe des Rennens wieder zurückgewinnen konnten. Erhart konnte seine dritte Position verteidigen, wurde allerdings im ersten Drittel des Rennens gewaltig unter Druck gesetzt. Erhart behielt im Gegensatz zu seinem Kontrahenten einen kühlen Kopf und verteidigte seine Position. Nachdem sein Verfolger einen gravierenden Fehler machte und ausfiel, konnte Erhart schnell auf die Führenden aufschließen und saß mit einem Rückstand von 0,5 Sekunden dem Zweitplatzierten im Nacken. Leider fand Erhart keine Möglichkeit zu überholen und musste sich schlussendlich mit einem guten dritten Platz zufrieden geben. Michal Slomian konnte noch bis auf den fünften Platz vorfahren und Jörn Herlein überquerte die Ziellinie als zufriedener Elfter.
Obwohl Elia an diesem Wochenende kein Rennen für sich entscheiden konnte, baute er seine Führung im Gesamtklassement auf 154 Punkte aus. Michal Slomian ist nach einem Pechwochenende mit insgesamt 108 Punkten zwar auf den sechsten Platz zurückgefallen, blickt aber zusammen mit dem Team Aust Motorsport zuversichtlich auf das vorletzte Rennwochenende im September in Oschersleben.
Erstes Podium für das Porsche Team von Aust Motorsport
Nach einer kurzen Sommerpause trafen sich die Fahrer des Porsche Carrera Cup Deutschland zum siebten Lauf am Nürburgring. Pünktlich zum Beginn des Qualifyings zeigte sich das Eifelwetter wieder einmal von seiner nassesten Seite. Norbert Siedler platzierte den Ruville Porsche 13 Minuten vor dem Ende der ersten Qualifying-Session auf einem hervorragenden zweiten Platz und konnte bei immer stärker werdendem Regen sicher sein, dass er sich mit dieser Zeit für die zweite Runde um die Top Ten Platzierung qualifiziert hatte. Nach einer fünfminütigen Pause ging es für die zehn schnellsten Fahrer um die Top Ten Startaufstellung für das Rennen am Sonntag. Der Regen hielt weiterhin an und bescherte den Zuschauern spektakuläre Driftszenen. Fünf Minuten vor Schluss fuhr Norbert seine erste gezeitete Runde mit der er sich auf dem dritten Platz einreihte. Aufgrund der sehr nassen Strecke und der vielen Ausrutscher konnte er seine Zeit nicht mehr verbessern und sicherte sich schlussendlich den fünften Startplatz für das Rennen.
Bei trockenen Bedingungen ging der Österreicher Nobert Siedler vor 86.500 Zuschauern aus der dritten Startreihe ins Rennen. Das Team Aust Motorsport, und vor allem auch ihr starker Partner Ruville, hofften auf den ersten Podestplatz für den blau-weißen Ruville Porsche. Mit einem sehr guten Start konnte Siedler seinen fünften Startplatz vor seinen Verfolgern verteidigen. Diese ließen allerdings nicht locker und setzten Norbert Siedler über zehn Runden stark unter Druck. Der erfahrene Cup Pilot blieb trotzdem hochkonzentriert und profitierte von einem kleinen Fehler des Viertplatzierten. Auf Platz vier liegend machte Norbert weiter Druck und fuhr hochkonzentriert sein Rennen weiter, ohne sich von seinen schnellen Verfolgern aus dem Konzept bringen zu lassen. Sein Kampfgeist wurde kurz vor Ende des Rennens erneut belohnt, als ein vor ihm liegender Kontrahent mit einem Reifenschaden ausschied. „So ist das eben im Motorsport; am Lausitzring waren wir vom Pech verfolgt und heute hatten wir eben Glück“, strahlt Teamchef Frank Aust. „Ich bin sicher, dass Norbert sein Können beim nächsten Rennen wieder unter Beweis stellen wird.“
Das Team um Frank Aust und der Hauptsponsor Ruville waren mächtig stolz, als sie ihren Fahrer auf dem Podium des siebten Laufs stehen sahen und freuen sich nun umso mehr auf die zwei letzten Rennen in Oschersleben und Hockenheim.
In knapp sechs Wochen wird der vorletzte Lauf des Porsche Carrera Cups vor den Toren Magdeburgs ausgetragen. Das Team Aust Motorsport möchte natürlich auch dort wieder ihrem Fahrer Norbert Siedler auf dem Podium zujubeln.