Berichte 2005
VLN und 24h-Rennen 2005
Das Team Aust Motorsport startet mit einem neuen Fahrzeug in die diesjährige Saison der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Das im letzten Jahr von Frank Aust neu gegründete Team, welches durch die permanente Zusammenarbeit noch enger zusammengerückt ist, bringt in Zusammenarbeit mit dem Autohaus Kleine aus Paderborn, einen Ford Fiesta in der Klasse SP2 bis 1600 ccm an den Start. Dazu der Teamchef und Fahrer in Personalunion: " Wir sind noch ein junges Team und haben in unserer ersten Saison im letzten Jahr schon mehrfach den Sieg in der Puma-Klasse einfahren können. An diese Erfolge würden wir heuer natürlich gerne anknüpfen, obwohl das in der SP2 sehr schwierig wird. Wir werden dennoch unser bestes geben."Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen speziell für die Langstrecke aufgebauten Fiesta.Auf dem Programm stehen neben der kompletten VLN Saison, auch das 24h Rennn auf dem Ring. Mit großen Erwartungen reiste das Team Aust Motorsport am 23.04.2005 zum ersten"echten" Lauf der VLN an den Ring, da die ersten beiden Rennen abgebrochen bzw. abgesagt wurden. Die beiden Fahrer Frank Aust und Martin Zybon, sowie das gesamte Team betrachteten die Gelegenheit als Generalprobe für das 24h-Rennen. Gut vorbereitet und hoch motiviert gings Samstagsvor mittag ins Zeittraining. Während Frank Aust den "Autohaus Kleine-Fiesta" auf Startplatz 4 brachte, sammelte der markenpokalerfahrene Dortmunder weitere Nordschleifenerfahrung. Nach reibungslosem Start absolvierte der Teamchef die ersten Runden problemlos und fuhr konstante Rundenzeiten. Mit dem Fahrerwechsel nach der 8.Runde, wurde das Team jedoch vom Glück verlassen. Martin Zybon kam bis zum Karusell, jedoch nicht weiter. Ein Schaden an der Antriebswelle vorne links bedeutete das entgültige "Aus". Die Mannschaft reagierte mit großer Enttäuschung da man bis dato auf einem guten 2.Platz in der Klasse lag. Somit blieb die Hoffnung, dass das 24h-Rennen nach misslungener Generalprobe ein Erfolg wird.
Ein lachendes und ein weinendes Auge nach dem 24h-Rennen !!!
Nach intensiver Vorbereitung und voller Vorfreude startete die Mannschaft um Frank Aust Richtung Nürburgring. Mit Blick auf die Haltbarkeit entschied man sich, speziell für den "Marathon zweimal um die Uhr" ein leistungsschwächeres Aggregat aus dem Fiesta-Cup einzubauen. Vorrangiges Ziel sollte auch in diesem Jahr wieder das " Erreichen der Zielflagge" sein. Dennoch schielte man mit einem Auge auch auf eine gute Platzierung in der Klasse. Nicht ganz unrealistisch, da man mit Frank Aust, Rudolf Rank, Robert Thiele und Guy Hoffeld eine gute und vor allem homogene Fahrerpaarung am Start hatte. Freitagmorgen kurz nach zehn Uhr war es dann soweit. Der in Zusammenarbeit mit dem Autohaus Kleine Paderborn, eingesetzte Fiesta startete zum ersten mal an diesem Wochenende Richtung Nordschleife. Dabei stand jedoch noch nicht die Zeitenjagd im Vordergrund. Es galt zunächst die Pflichtrunden der Fahrer zu absolvieren. Dabei zeigte sich die gute und intensive Vorbereitung, denn der "Kleine" lief tadellos. Auch im abendlichen Training gab es keinerlei Probleme und somit gelang es dem Team Startplatz 3 in der Klasse A2 zu sichern. Nach kurzem "Routinecheck" am Freitag abend, fieberte man nun, auf alle Wetterverhältnisse eingestellt, dem Start entgegen. Der Teamchef entschied sich den Start selbst zu fahren, um dann später an Rudolf Rank zu übergeben. Nach kurzen Irritationen aufgrund einer zusätzlichen Einführungsrunde, zog man den ersten planmäßigen Boxenstopp um eine Runde vor. Das Auto lief problemlos und zog fortan seine Runden über die schönste Rennstrecke der Welt. Nicht zuletzt aufgrund eines fehlerfreien Jobs der Fahrer, wurde bei den Besuchen an der Box nur getankt und die Gummis gewechselt. Doch dabei sollte es leider nicht bleiben. Um 9.50 Uhr am Sonntagmorgen bemerkte Rudolf Rank unangenehme Geräusche aus dem Bereich des Getriebes. Ein vermeintlicher Defekt des Getriebes stellte sich jedoch als Kupplungsschaden heraus. Trotz toller Leistungen der Mechaniker, war die gute Platzierung in der Klasse natürlich nicht mehr zu halten. In den verbleibenden knapp vier Stunden konzentriete man sich darauf mit zügigen Rundenzeiten Richtung Ziel zu fahren. Dies gelang auch ohne weiteren Problemen und so konnte Guy Hoffeld um kurz nach fünfzehn Uhr die Fahrt über die Ziellinie genießen und den Jubel des Teams entgegen nehmen. Der Teamchef nach der Zieldurchfahrt: "Ich weiß noch gar nicht was ich sagen soll. Einerseits war mehr für uns drin als der 7.Klassenplatz. Anderseits bin ich stolz auf die hervorragende Teamleistung und freue mich natürlich riesig, dass wir bei unserem zweiten Start auch zum zweiten Mal das Ziel gesehen haben. Mein Dank gehört allen im Team, weil jeder einen perfekten Job gemacht hat und bis zum "Umfallen" gekämpft hat. Zum anderen meinen Werbepartner, ohne die ein solch großes Event nicht realiesierbar wäre. Im nächsten Jahr wollen wir wieder angreifen.
Motorsport-Team-Aust vergrößert sich mitten der Saison
Nach derben Rückschlägen mit dem Fiesta, entschied man sich bei Aust-Motorsport, ein zweites Standbein aufzubauen. Aus diesem Entschluß resuliert die Anschaffung eines BMW 318IS Compact mit 150 PS und 1800 ccm,dieser ging in der V2 an den Start und wurde hauptsächlich von Martin Zybon pilotiert. Die beiden anderen Fahrer Frank Aust und Rudi Rank starten weiter mit dem Fiesta ST und konnten den einen oder andere Erfolg einfahren.
Aust-Motorsport erfüllt Herzenswunsch !!!
Andre´Brockschnieder aus Bokel bei Rietberg erlebte zum Rennen vom 22.10.2005 seinen Traum. Der motorsportbegeisterte, körperbehinderte junge Mann war hautnah beim Rennen dabei. Dies beinhaltete den Aufenthalt in der Box, der Boxengasse und am Samstag den Besuch der Startauf stellung. Der absolute Höhepunkt war aber die Mitfahrgelegenheit am Freitagnachmittag, die eigens für Andre´von der Nürburgring AG, dem Veranstalter der VLN, welche diesesmal durch den MSC Münster vertreten war, und als DMV Münsterlandpokal ausgetragen wurde, ermöglicht. Andre´erhielt von Ford Racing Köln einen Rennoverall zur Verfügung gestellt, welchen es hieß anzuziehen, im fertigen Rennoutfit gings in Box 9 und zum Fiesta ST von Frank Aust, da dieser schon rennfertig im Auto auf Andre´wartete. Das Team half beim einsteigen. Die erste Runde wurde auf der Grand Prix Strecke gefahren, ob alles in Ordnung ist und als kleinen Test. Nach einem kurzen Boxenstopp und dem OK seiner Eltern, gings raus auf die Nordschleife. Beim wieder eintreffen in der Boxengasse sah man in zwei strahlende Gesichter von Frank und Andre´. Andre´ meinte anschließend, " Er habe es sich nicht so schnell vorgestellt,und sei überglücklich diese Momente erlebte zu haben"! Als weiteren Glanzpunkt dieses Wochenende war noch die Bekanntschaft mit Hans Joachim Stuck, "Strizel" unterschrieb Andre´noch ein Poloshirt. Als Ergebis dieses Events, mit etwas Enthusiasmus im Team und den Verantwortlichen lassen sich neue Wege gehen und Wünsche erfüllen. Die Familie Bönner/Brockschnieder, sowie das gesamte Team Aust haben positive Eindrücke mit nach Hause genommen.